„Bier ist Menschenwerk,
Wein aber ist von Gott!“

Martin Luther

REBSORTEN

Die edle Rieslingrebe ist unsere Königin und die Hälfte unserer Flächen ist mit ihr bestockt. Der Weißburgunder folgt ihr mit immerhin zehn Prozent Anteil. Andere weiße Rebsorten – wie Chardonnay, Muscaris, Johanniter, Solaris, Sauvignon blanc und Gewürztraminer – machen gemeinsam 20 Prozent aus. Unsere Rotweinanteil liegt bei für die Mosel ungewöhnlichen 20 Prozent; sicher eine Leidenschaft, mitgebracht vom Lehrjahr an der Ahr! Wir bauen Acolon, Cabernet Cortis und Dunkelfelder an.

Die Weinberge und Einzellagen:

Wir haben das große Glück, dass alle unsere Reben – im wahrsten Sinne des Wortes – rund um den Kirchturm wachsen. Wir nutzen die Vielfältigkeit der Minheimer Gemarkung und besitzen Lagen sowohl im Steilhang als auch in den nach Süden hin sanft geneigten Flächen (Rosenberg und Kapellchen).

Im flachen Moselvorland, also direkt am Fluss, nutzen wir den sandreichen Boden für frühreife Rebsorten. Von unseren 5,5 Hektar Rebfläche gilt ein Hektar als Steillage. Die Steillagen „Günterslay“ und „Burglay“ tragen das Wort „Lay“ im Namen und verraten damit die Bodenart, denn Lay ist ein alter Ausdruck für Schiefer.
Die Günterslay gilt als das Sahnestück in Minheim. Sie grenzt an die Mosel-Loreley, deren schroff aufragende Felsen eine imposante Kulisse bilden. Die Bewirtschaftung der Weinberge mit einer Steigung bis zu 70 Prozent ist oft eine schweißtreibende Handarbeit.

Das Terroir

Dreiseitig von Wasser umrahmt, liegt unser Weinort Minheim am Flusskilometer 144 der Mosel.
Wir befinden uns hier an der Nordgrenze des Weinbaus in Mitteleuropa. Das Klima zeichnet sich durch verhältnismäßig kühle Sommer und milde Winter aus. Üblich sind aber auch deutliche Unterschiede zwischen den Jahren – was in jahrgangstypischen Weinen seinen Ausdruck findet.

Die Weinlagen der Mosel sind überwiegend von Schiefergestein geprägt. So findet man in Minheim vor allem in den Hängen Devon-Schiefer in allen Verwitterungsstufen. Durch seine grauschwarze Farbe speichert er Wärme und begünstigt auf diese Weise das Mikroklima zwischen den Reben. Auch prägt er die unverwechselbare Mineralität der Moselweine, insbesondere des Rieslings. Neben dem Schiefer findet man in den Auen vor allem sandreiche Flusssedimentablagerungen.

Im Einklang mit der Natur

Wir achten streng auf Nachhaltigkeit und die Arbeit im Einklang mit der Natur. Daher nehmen wir am EU-Programm „Umweltschonender Steillagenweinbau“ teil und setzen ebenfalls bereits seit über 30 Jahren auf biologische Schädlingsbekämpfung mit Pheromonfallen.

Wir begrünen die Rebzeilen mit bunt blühenden, artenreichen Pflanzen. Teilweise haben wir brach liegende Flächen wieder in mühevoller Arbeit rekultiviert und damit zum Erhalt der Kulturlandschaft beigetragen. So gehen nachhaltige Bewirtschaftung und Schonung der Ressourcen Hand in Hand mit exzellenter Qualität.

Weine sind und bleiben bei uns ein Naturprodukt- und werden nicht im Keller zum massentauglichen Industrieprodukt geschunden. Wir verzichten bei der Vinifikation konsequent auf alle Schönungs- und Klärungsmittel, wie Hühnereiweiß oder tierische Gelantine. Alle unsere Weine und der Traubensaft sind natürlich, und damit vegan.

Die Vinifikation

Herausragende Weine zu erzeugen ist unsere Selbstverpflichtung! Durch konsequente Ertragsbegrenzung, sorgfältige Pflege der Weinberge und eine möglichst lange Reifezeit der Trauben, schaffen wir die Voraussetzung dafür. Im Keller sind alle Vorgänge darauf gerichtet, die natürliche Qualität zu erhalten.

Wir lesen die Trauben über einen langen Zeitraum von Anfang September bis Mitte Oktober. So kann ich, Stephan Thielen, jede Partie nach höchsten Ansprüchen vinifizieren. Mit einer modernen Tuchpresse wird den Trauben schonend der Saft entlockt. Die Moste gären teils bis zu 100 Tage lang. Die langsame Gärung bewahrt die Fruchtaromen der Weine.

Erst kurz vor der Abfüllung trennen wir die Weine von der Hefe: Potential, Charakter und Bekömmlichkeit zeichnen unsere Weine aus.

Es macht uns viel Freude, den Weinen – wie geliebten Kindern – Eigennamen zu geben.

Warum ist der Weißburgunder Stadtgespräch?

Weil er mit seiner sympathischen Art in aller Munde ist.

Ein leicht-cremiger Burgunder mit zarter Säure, wie ein Wangenkuss zur Begrüßung.

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Warum heißt der Rotling Pink?

Weil er poppig in der Farbe und fruchtdropsig in der Nase ist.

Wie ein pinkfarbenes Bonbon. Beschwingt und frisch und lebensfroh.

Pink eben.

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Warum heißt der Premium Riesling Alte Reben?

Unsere besondere Liebe gilt den alten Reben, die wir hegen und pflegen:

Die alten Rebstöcke sind im Durchschnitt 40 Jahre alt, bringen zwar nur kleinen Ertrag, dafür aber von außergewöhnlicher Qualität.

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Neugierig geworden?
Wir freuen uns über Ihr Interesse.


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Wir freuen uns über das Lob im renommierten Weinführer Eichelmann und die Auszeichnung mit einem Stern. Die Redaktion schreibt: „Mit dem Jahrgang ist Stephan Thielen offensichtlich gut zurechtgekommen, denn die Weine sind zugänglich und saftig, besitzen eine schöne Würze.“

Vor allem unsere Rieslinge in all ihrer Vielfalt begeisterten die Verkoster: „Gut gefällt der Riesling Unikum, weil er nach Hefe und Melone duftet und straff ist. Noch etwas puristischer ist der Riesling von alten Reben aus dem Minheimer Rosenberg; er duftet nach Hefe und Pfirsichschale und ist würzig, wenngleich nicht extrem lang. Noch etwas komplexer ist der Riesling namens Bestes Fass aus der Günterslay. Riesling und Johanniter zu verschneiden, kann sich durchaus auszahlen, wenn der Wein so saftig ist wie hier; die leichte Süße ist sehr gut integriert. Verhalten ist die Süße beim würzigen Favorit-Riesling, deutlich zu spüren beim Delikus.

Der Ultimo duftet nach Steinobst, Melone und gekochter Ananas, ist sehr süß und saftig.“ Auch der Weißburgunder, der Rotling und der Rotwein haben offenbar geschmeckt: „Beim schön festen, würzigen Weißburgunder ist zu loben, dass er geradlinig und angenehm trocken ausfällt“ und „Für den sofortigen Konsum ist der saftige, leicht süße Rotling gedacht, Potenzial hat der feste, nach Tabak duftende 2017er Rotwein“. Herzlichen Dank, liebe Eichelmann-Redaktion!

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